Rhabarberblumen

Jeden Tag auf dem Weg zu meinem Tagesjob komme ich an verschiedenen blühenden Pflanzen und Büschen vorbei. Noch vor einiger Zeit war es intensiver Fliederduft, jetzt sind es Hollerbusch und Hundsrose. Auch auf unserem Balkon grünt und blüht es wie verrückt. Und wenn ich aus der Stadt rauskomme, gibt es kaum schöneres als eine blühende Sommerwiese mit leuchtendem Klatschmohn, Margariten und anderen Gewächsen. Wenn ich mit Zuckermasse arbeite, macht mir die Herstellung von Blüten am meisten Spaß. Ihr seht, mit Blumen kann man mich bis zur Unendlichkeit erfreuen.

Und Grund genug um am Rhabarberdienstag ein einfaches, aber leckeres Rezept vorzustellen. Und den Curd von gestern verwenden wir auch gleich noch.

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Rezept Hefeteig:

250 g Vollkornmehl

1/2 Pkg Hefe (ich nehme tatsächlich Trockenhefe. Frischhefe ist eine Diva und wir verstehen uns nicht so gut)

30 g Zucker

120 ml lauwarme Milch/ Wasser

30 g Butter 1 Prise Salz

Die trockenen Zutaten in einer Rührschüssel vermengen und in der Mitte eine Kuhle formen. Da hinein die lauwarme Milch geben und die Mehlmischung von den Rändern zur Mitte untermischen. Teig ordentlich kneten bis er glatt ist. Und dann noch einmal 5 Minuten. An einem warmen und dunklen Ort 30 min gehen lassen. Nicht vergessen mit einem sauberen Geschirrtuch abzudecken, damit der Teig nicht so austrocknet.

Nach dem Gehen den Teig noch einmal kurz durchkneten, in 2 Hälften teilen und ausrollen. Auf dem einen Teig in geeigneten (das richtet sich nach der Größe eurer Ausstechform) Abständen Rhabarbercurdkleckse klecksen. Nun den zweiten Teig ausrollen und auf den ersten legen. Jetzt könnt ihr mit eurem Ausstecher (es funktionieren auch Gläser mit dünnem Rand) Kreise aus dem Teig stechen und zwar so, dass der Rhababercurdklecks so ungefähr in der Mitte ist. Den Rand einschneiden und die ‚Blütenblätter‘ etwas drehen.

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Jetzt kann das ganze endlich in den Ofen und wird bei 170 °C ca 25 min gebacken.

Die Rhabarberblumen eignen sich gut als Mitnehmsnack an den See oder für ein Picknick. Aber natürlich schmecken die auch richtig gut im Bett beim Serienmarathon.

Habt noch einen schönen Tag.

J.

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Rhabarbercurd vegan

Es ist soweit. Endlich wieder Montag! Und damit startet jetzt auch unsere Rhabarberspezialwoche. Wir von Dantis lieben unser Gemüse, besonders in der Geschmacksrichtung süß-sauer. Und am besten schmeckt’s, wenn’s kostenlos ist. So habe ich habe ich nicht lange gezögert, als mein Opa (Gartenexperte, Kräuterhexe und Ehrenschnabulierer) anbot eine Schneise in seinen Rhabarberwald zu schlagen (haben eure Gartenexpert*innen eigentlich auch riesige ausrangierte Küchenmesser, die sie wie Macheten schwingen?)

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Und los geht es mit einem absoluten Highlight für jede Gelegenheit. Curd ist eine Creme, weit verbreitet in the US of A und Großbritannien. Traditionell hergestellt mit Zitronen, also bekannt als Lemoncurd. Die geht besonders gut auf dem Frühstücksbrötchen, als Kuchenfüllmasse oder in Dessertform. Auf Waffeln und als Cupcaketopping ebenso gut. Traditionelles Curd wird mit Eiern hergestellt, aber ich stelle euch heute mal ein veganes Rezept vor. Und noch dazu, ihr ahnt es schon, mit Rhabarber.

Zutaten:

500 g frischen Rhabarber

200 g Rohrzucker

50 ml Wasser

3 gehäufte EL Stärke

3 EL Kokosmilch

1 Prise Salz

Saft 1 Zitrone

Den Rhabarber mit dem Zucker, Wasser und Zitronensaft aufkochen bis er weich ist und zerfällt. Zunächst die Masse pürieren, dann die Kokosmilch, Salz und Stärke unterrühren und sprudelnd aufkochen lassen. Wenn das Curd sähmig wird, in gespülte und sterilisierte Gläser geben. Auf dem Deckel stehend auskühlen lassen.

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Kühl gelagert ist das Curd einige Monate haltbar. Aber vermutlich ist es sowieso schnell aufgegessen.

Ich wünsche euch noch eine schönen Montag.

J.